Ein Einblick in unsere Projekte

"Angekommen -  angenommen! Brücken bauen" wird auch 2018 weitergeführt

So lautet das Credo eines Projektes, das vom Förderverein der Deutschen aus Russland - Sachsen-Anhalt e. V. gemeinsam mit dem Ausländerbeirat und dem Bündnis der Migrantenorganisationen in Angriff genommen wurde. Im Mittelpunkt steht die Hilfe zur Selbsthilfe für MigrantInnen bei der Orientierung für das Leben in Halle. Es werden Informationstreffen und Vor-Ort-Besuche für Zielgruppen organisiert, die keinen Zugang zu den sozialen Systemen haben. Erfahrene ProjekttrainerInnen versuchen Hilfe und Anleitung zu geben, sich in verschiedenen Lebensbereichen der Stadt Halle zu orientieren und eigenverantwortlich Schritte zur Verbesserung der Lebenssituation zu gehen. Wie im Indikatorenbericht für Migration und Integration und durch eine Analyse der Brennpunktsituation werden solche Bereiche, wie Orientierung in Halle, Bildung und Sprache, Arbeitssuche und Jobcenter, Sozialversicherung, Wohnen und Miete, Sicherheit u. a. mit den MigrantInnen beraten und bearbeitet. Es werden Kontakte zu Kooperationspartnern, wie Wohnungsgesellschaften, Sozialversicherungen, Schulamt, Sprachschulen u. a. organisiert und möglichst nachhaltig unterstützt.Wichtig ist auch, dass im Projekt "Brücken gebaut" werden, um z. B. kulturelle Gepflogenheiten kennenzulernen.

Nach der Kontaktaufnahme, die u. a. auch im Wohngebiet, bei Veranstaltungen oder durch Gespräche auf der Straße organisiert wude, gab es am 21.10.2014 in den Räumen der Ortsgruppe Halle der LMDR die ersten gemeinsamen Aktivitäten. Unter Anleitung von Frau Dr. Claudia Böhme machte man sich miteinander bekannt und es wurde versucht, die wichtigsten Wünsche zusammenzutragen. So wird es sehr wichtig sein, unter Nutzung der Materialien, die mehrsprachig im Integrationsnetzwerk der Stadt Halle erarbeitet wurden, eine bessere Orientierung darüber zu bekommen, was in Halle alles angeboten wird.

In den Jahren 2015, 2016 und 2017 wurde das Projekt weitergeführt. Es wird auch 2018 unterstützt mit Mitteln der Stadt Halle.
In der Startphase half eine Spende    des Unternehmen KSB aus Halle (Saale)

Frauen trafen sich regelmäßig zu einem Sprachklub

Aus der Projektarbeit heraus gab es eine spezielle Aktivität. Es war eine internationale Frauenrunde, die sich da regelmäßig am Mittwoch um 15:00 Uhr in den Vereinsräumen traf. Als Gesprächspartnerin nutzte Helga Wiske (2. v. r.) diesen Kontakt, um in lockerer Form auch die Sprachkompetenzen der Frauen, die u. a. aus Somalia, Eritrea und Indien kommen, zu verbessern.

Heute war das Thema "Heirat" dran...

Im Oktober 2016 wurde das Projekt um eine interessante Facette erweitert. In der Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Lehrerin aus dem Irak wurde jeweils am Montag und Freitag das Angebot gemacht, dass speziell Menschen aus dem arabischen Sprachraum die Chance bekommen, sich mit Basiskenntnissen in der deutschen Sprache vertraut zu machen. Ein besonderer Aspekt war dann allerdings auch, dass in den ersten Stunden viele Fragen zum Leben in Deutschland besprochen werden konnten - aus der Sicht einer Irakerin, die schon längere Zeit hier lebt... eine sehr wertvolle Hilfe.

Das Problem, das sich für uns auftut, ist der riesige Zuspruch zu diesem Angebot. Bis zu 80 Personen wollten teilnehmen und es war keine gute Situation, dass wir viele von ihnen wieder weg schicken mussten. Die Räumlichkeiten des Vereins müssen dringend erweitert werden und es fehlt an dem dafür notwendigen Geld für Miete und Betriebskosten. Deshalb sind wir sehr dankbar für jede mögliche Unterstützung.


Identität und Integration PLUS

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert das Integrationsförderangebot "Identität und Integration PLUS" nach § 9 Abs. 4 Bundesvertriebenengesetz ( BVFG). Es baut auf dem Integrationskurs auf und beschäftigt sich vor allem mit den spezifischen Lebens- und Bedürfnislagen von Spätaussiedlern. Ein Projekt „ Identität und Integration PLUS“ - ergänzende Maßnahme für Spätaussiedler - läuft vom Oktober 2014 bis zum Februar 2015. 

Gesamt sind es 200 Unterrichtseinheiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (15 Personen) sind mit Fragen ihrer spezifischen Identität, mit Problemen und Chancen bei der Alltagsbewältigung im neuen Lebensumfeld, aber auch mit den Möglichkeiten und Chancen am deutschen Arbeitsmarkt beschäftigt. Weitere Themen, wie das Bildungswesen in Deutschland, sowie Alltag und Familie werden ebenso behandelt. Die Eigeninitiative und das eigenverantwortliche Handeln der Teilnehmerinnen und Teilnehmer soll in diesem Kurs gefördert und für den erfolgreichen Verlauf des weiteren Integrationsprozesses gestärkt werden. Praktische Übungen sowie die Vermittlung vonTechniken für einen erfolgreichen Berufseinstieg stehen sind ebenfalls Bestandteil des Programms.

Im Rahmen des Projektes "Identität und Integration PLUS" haben wir einen neuen Kurs aufgelegt.

Seit dem 23. Mai  2018 beschäftigt sich eine neue Gruppe in Halle (Saale) unter Anleitung von Anna Rausch in dem spezifischen Angebot für Spätaussiedler unter anderem mit:
- Fragen ihrer spezifischen Identität
- Problemen und Chancen bei der Alltagsbewältigung im neuen Lebensumfeld
- Fragen des Bildungswesens in Deutschland
- Möglichkeiten und Chancen am deutschen Arbeitsmarkt

und anderen aktuellen Themen.


Mitarbeit im Programm "Integration durch Sport"

Wir bauen als Netzwerkpartner im Programm "Integration durch Sport"  (Landessportbund) eine Gruppe "Bewegung, Sport, Gesundheit" auf.

Angebote: Aerobikgruppe für Frauen; Brettspiele im Verein; Sportfest für die ganze Familie; Spiele im Freien aus verschiedenen Länder; Schwimmen lernen  vieles mehr.


Eine "SprachWerkstatt" wurde nachhaltig aufgebaut ...

Im Februar 2016 haben wir für ein spezielles Projekt die Förderzusage von der Aktion Mensch bekommen.

 Förderung des Aufbaus und der Durchführung einer "SprachWerkstatt"

Im Mittelpunkt standen dabei die Hilfe zur Selbsthilfe bei der Orientierung in der Arbeitswelt und die Förderung des Spracherwerbs durch die gemeinsame praktische Beschäftigung, u. a. in einer Lehrwerkstatt. Dafür gab es auch wieder die tatkräftige Unterstützung des Unternehmens KSB in Halle. Laufzeit des Projektes war vom 01.04.2016 bis zum 31.12.2016 sein.

In der praktischen Arbeit haben sich in Kooperation mit verschiedenen Partnern oder durch eigene Möglichkeiten die Arbeitsfelder Keramik, Papierarbeiten, Filzarbeiten und Holzarbeiten erschlossen.

Im September 2016 gab es im Rahmen eines Modeprojektes für geflüchtete Frauen die Unterstützung der Nähwerkstatt. Hier arbeitet der Förderverein mit der DaMigra, der Lamsa und der VEMO zusammen.

In den Jahr 2017/2018 haben wir das Projekt - mit neuen Ideen und Inhalten - gemeinsam mit dem Projekt samo.fa von der VEMO e. V.weitergeführt.

Eine große Rolle spielt dabei die Initiative Sprache + Beruf

Der Förderverein unterstützt die Initiative, die sich aus einem Projekt entwickelt hat, das sich speziell mit
 
Sprachpatenschaften für Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien

beschäftigte. Sie unterstützt
Zuwandererinnen und Zuwanderer in speziellen Projekten, die Probleme bei der Orientierung auf dem Arbeitsmarkt besser zu bewältigen.

Im Mittelpunkt stehen dabei
das Kennenlernen geeigneter Arbeitsfelder, das Ausprobieren der eigenen Fähigkeiten, die Weiterentwicklung der sprachlichen Fähigkeiten in der Arbeitswelt und die gleichzeitige Unterstützung bei der Suche nach Beschäftigungsmöglichkeiten und geeigneten Arbeitsstellen.

www.integration-und-arbeit.de