Unser Projekt „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“

Der Förderverein der Deutschen aus Russland - Sachsen-Anhalt e. V. bot ab Oktober 2015 die Möglichkeit, eine Ausbildung zu DemokratieberaterInnen im Rahmen des Projektes „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ zu absolvieren. Das Ziel des Projektes war es, aktive zweisprachige (russisch und deutsch) Akteure in Migrantenorganisationen in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Das Projekt dauerte 1,5 Jahre und beinhaltete eine modulare Ausbildung, Reflektionstreffen und Mikroprojekte für Demokratie. Die praktische Ausbildung wurde in fünf Modulen (Freitagnachmittag bis Sonntagmittag) durchgeführt, welche in der Zeit von Oktober 2015 bis Mai 2016 stattfanden. In den Ausbildungsmodulen wurden unter anderem die Demokratieprinzipien, die Rhetorikfähigkeiten, die Wege der Demokratieanwendung bei der Arbeit in Vereinen vermittelt.

Ansprechpartnerinnen waren:

Olga Ebert
Tel.: 0176-63214054
ebert@vdr-lsa.de

oder

Olga Tidde
Mobil: 0176-22626018
tidde@vdr-lsa.de.

Gefördert durch das Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“

          
 

Die Ausbildung wird in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt umgesetzt.


Hier haben wir die wichtigsten Aktivitäten im Rahmen des Projektes dokumentiert:

Modul 1, Aus- und Fortbildung von Demokratieberater*innen für Migrantenvereine
Beginn: 30 . Oktober 2015 um 18:00 Uhr
Ende: 01. November 2015 um ca. 13:00 Uhr
Veranstaltungsort: Hotel TRYP by Wyndham Halle,
Neustädter Passage 5,
06122 Halle (Saale)

Hier das Programm und das Anmeldeformular für das Modul 1

„Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“, heißt das neue Projekt des Fördervereins der Deutschen aus Russland Sachsen-Anhalt e.V., das durch das Bundesministerium des Inneren im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ gefördert wird und seine aktiven Mitglieder zu Demokratieberatern ausbildet. Am Freitag, 30.10.205 ging es nun los. Die Gruppe traf sich zum ersten Mal in Halle (Saale)... und es war auch gleich ein guter Einstieg in das Thema. Interessant waren z. B. die Erfahrungen aus dem Vorgängerprojekt, auf die wir sehr gern aufbauen wollen. In diesem Sinne gab es auch gleich die ersten Übungen und Gespräche.

 

   

Danke für die Möglichkeit, dass wir am Abend des Sonnabends auch einen Einblick in die Arbeit des Vereins bekommen konnten. Das selbst gestaltete Programm zum "Herbstball" bekam viel Beifall.

  

Der zweite Seminartag im Projekt „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ am Sonntag gehörte dem Thema Antisemitismus. Danke an Anna Rausch, die in eindrucksvoller Form über ihre Arbeit mit Jugendlichen zu diesen Fragen informierte und in einem Rundgang durch die Stadt über Schicksale berichtete, die hinter den "Stolpersteinen" stehen.

   

Das Modul II beginnt am Freitag 27.11. 2015 um 19 Uhr und endet am Sonntag 29.11.2015 gegen 13-14 Uhr

Hier das Programm ...

Das Modul II unseres Projektes „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ war am vergangenen Wochenende umfangreich dem Kommunikationstraining gewidmet. Ob nun zu Fragen der Gesprächsführung oder im Training zur Erarbeitung von Präsentationen nahm das aktive Arbeiten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen großen Raum ein… bis hin zur gemeinsamen Auswertung der Arbeitsergebnisse, die auf Video aufgezeichnet wurden. Hier einige Impressionen von einem arbeitsreichen und sehr erfolgreichen Wochenende…



         

   

     



Wie geht es weiter im Projekt „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“? Damit alle rechtzeitig planen können hier die Termine:

- Modul III:  22.01.2016 - 24.01.2016
- Modul IV: 11.03.2016 - 13.03.2016
- Modul V:  08.04.2016 - 10.04.2016

Bitte beachten, dass für das Modul III der Veranstaltungsort geändert wurde. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eine Mail dazu bekommen.

Zum Programm im Modul III - siehe Details und Zeiten in der Mailinformation

Wie informiert, gab es  in unserem "Demokratieprojekt" das dritte Modul. Den Auftakt bildete am Freitag der Diskussionsabend mit dem Dozenten für Migrationsrecht, Dr. Carsten Hörich. Es ging um Informationen und den Gedankenaustausch zu aktuellen Zuwanderungsproblemen. Fragen zum Migrationsrecht und zu Asylverfahren wurden ergänzt durch Argumentationen zur Flüchtlingssituation, was dann auch am Sonnabend in einer Zusammenfassung durch verschiedene Arbeitsgruppen noch einmal sehr lebendig diskutiert wurde.

An dieser Stelle einmal einen herzlichen Dank an Harald Weishaupt (siehe auch VIERfältig)*, der mit viel Engagement und sehr kompetent durch das Seminar, die Diskussion und die praktischen Übungen führt.

Sehr interessant waren dann auch die Themen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus, die uns auch noch weiter beschäftigen werden.

Wie setzt man alle diese Fragen dann im Verein, in der Initiative, in der täglichen Arbeit um? Die Arbeit im Projekt wird noch viel neue Impulse dafür bringen.

* Harald Weishaupt
https://www.facebook.com/profile.php?id=100007556446612

*VIERfältig
Bildung - Beratung - Coaching - Moderation
https://www.facebook.com/VIERfältig-703953389677663/?fref=nf

Hier einige Impressionen von der Arbeit im Seminar...

   

  

Siehe auch auf facebook..

Aus unserer Projektarbeit:

„Zusammenhalt durch Teilhabe“ - BeraterInnen- Forum 12.-13.02.2016 in Magdeburg

Am Freitag 12.02.2016 und Samstag 13.02.216 waren acht zukünftige Demokratieberater (Vladislav Moltschanov, Ksenia Backert, Olga Polienko, Rita Medschlumjan, Anna Rausch, Svetlana Dech und Erna Nepke) aus dem Projekt „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ und die Projektleiterin, Olga Tidde zum ersten landesweiten Berater-/innen Forum im „RAMADA HOTEEL“ in Magdeburg.
Bei dem Forum gab es eine tolle Möglichkeit, die Berater aus den anderen Projekten „Zusammenhalt durch Teilhabe“ kennen zu lernen, sich auszutauschen, sich zu vernetzen und weiterzubilden.

Am ersten Tag sollten sich die Teilnehmer besser kennen lernen und dabei die Landeshauptstadt beim Geocachen erkunden.

Am zweiten Tag gab es zahlreiche Workshops-und Supervisionsangebote zu den Themen der Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Ehren- und Hauptamt, Projektleitung und viele anderen, wo die Teilnehmer verschiedene Themen besprechen und brennende Fragen stellen konnten.

Wir hoffen, dass es der Anfang einer Tradition wird, sich regelmäßig, auch nach dem Projektschluss zu treffen, damit die Beratungsarbeit von ehrenamtlichen Beratern effizient und erfolgreich verläuft. Außerdem ist es die perfekte Möglichkeit Netzwerke zu schaffen und im regelmäßigen Kontakt, sowohl mit den Teilnehmern aus den anderen Projekten, als auch aus unserem Projekt zu bleiben.

Danke an Olga Tidde für die Information.

Modul IV erfolgreich durchgeführt

Planmäßig fand am vergangenen Wochenende (11.03. bis 13.03.2016) das Modul IV statt.Im Mittelpunkt stand das Thema Beratung und Kommunikation, wie z. B. verschiedene Kommunikationstechniken, Fragetechniken und „Aktives Zuhören“in der Arbeit der Demokratie*beraterinnen eingesetzt werden können. Im zweiten Teil ging es um das Kennenlernen und Durchführung einer „Kollegialen Beratung“ mit dem dafür notwendigen praktischen Training.

 

   

 

Die Zeit wurde natürlich auch für den Erfahrungsaustausch zu der bisherigen Beratungsaktivitäten genutzt.
Hier steht jetzt auch ein Formular bzw. Auswertungsbogen für die Dokumentation von Beratungen zur Verfügung.

Aktuelles Material der Bundeszentrale für politische Bildung wurde als Anregung für die praktische Arbeit in den Organisationen und Vereinen bereitgestellt.

Ergänzt werden diese Informationen seit dem März 2016 durch einen Projekt-Newsletter, der in unregelmäßigen Abständen auf aktuelle Fragen eingeht und Hinweise zur Projektarbeit gibt.

Abgestimmt wurde auch die Präsentation der Demokratieberaterinnen und Demokratieberater hier auf der Webseite. Unter "Z:T vor Ort" gibt es die wichtigsten Informationen und eine Kontakt-E-Mail zu den jeweiligen Standorten.


Das Modul V beendet eine wichtige Etappe im Projekt

Am Wochenende 08.04. bis 10.04.2016 erwartete uns im Projekt das fünfte Modul. Im Mittelpunkt stand diesmal die Diskussion und Besprechung der aktuellen Lage in Deutschland mit dem Bundestagsabgeordneten und dem Paten des Projektes, Dr. Bergner. Folgende Themen wurden diskutiert:

-Reaktionen der Russlanddeutschen im Fall „Lisa“: Hintergründe, Lehren, Herausforderungen usw.

- Aktuelle Flüchtlingspolitik der Bundesregierung: Konsequenzen und Herausforderungen für Spät-/Aussiedler
  (Russlanddeutsche) und ihre Vereine

- Außenpolitik der Bundesrepublik in Bezug auf die Herkunftsländer (Russland, Kasachstan, die Ukraine usw.)

   

Zu Gast waren Vertreter des JSDR e. V., die auch über die Arbeit der Gruppe Sachsen-Anhalt beraten haben.



Dr. Christoph Bergner (CDU) ließ es sich als Projektpate dann auch nicht nehmen, die Teilnahmezertifikate an unsere Demokratieberaterinnen und Demokratieberater zu übergeben. Hier einige Impressionen:



Mit dem anschließenden Beratungstraining wurde eine wichtige Etappe in der Projektarbeit abgeschlossen. Jetzt beginnt die Zeit der verstärkten praktischen Arbeit in den jeweiligen Regionen.



Auf unserer Projektwebseite sind unter http://www.vdr-lsa.de/12.html die Kontaktadressen des Beraterteams verfügbar. Wir freuen uns über ein reges Interesse und aktive Nutzung der Beratungsangebote.




Unser Projekt in Aktion...


Bildungs- und Austauschforum gegen Fremdenfeindlichkeit

"Deutsche aus Russland für Vielfalt." - so hieß es am am 28. April in der Lutherstadt Wittenberg

Unterstützt von Partnerschaften für Demokratie im Landkreis Wittenberg

Die Veranstaltung im Mehrgenerationenhaus in der Sternstraße bot allen Interessenten die Möglichkeit, sich über das Projekt: „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ und über das aktuelle Thema „Flüchtlinge“ und „Asylsuchende“ zu informieren und auszutauschen.

Hierfür gab es neben der Diskussionsrunde und dem Erfahrungsaustausch von unserer Demokratieberaterin

Olga Tidde einen Vortrag unter der Überschrift: „Vorurteile gegen Flüchtlinge. Was sagt die Statistik“.

Ziel der Veranstaltung war es, die aktiven Demokratieberater*innen des Fördervereines der Deutschen aus Russland in Sachsen-Anhalt, Rita Medshlumjan und Erna Nepke, die im Landkreis Wittenberg wirken, bekannt zu machen und über einen konstruktiven Dialog den massiven Vorurteilen und Rassismen gegenüber Geflüchteten aktiv entgegen zu treten. In einer angeregten Diskussion wurden viele Gedanken zum Thema ausgetauscht

Ausgehend von den eigenen Integrationserfahrungen der Deutschen aus Russland sollen die aktuellen Herausforderungen im Bereich Flucht und Asyl thematisiert und Ideen für eine gelingende Willkommenskultur entwickelt werden. So wird deutlich, dass die Deutschen aus Russland für Demokratie und Teilhabe wirken.

So sind im Rahmen des Projektes auch noch Veranstaltungen an anderen Orten geplant.

Zu Gast war Herr Markus Märker von der Koordinierungsstelle Migration des Landkreises.

Danke an die Organisatorinnen Rita Medshlumjan und Erna Nepke.

   

_________________________________

Veranstaltungsort: Mehrgenerationenhaus Sternstraße 14, 06886 Lutherstadt Wittenberg

Veranstaltung und Organisation: Rita Medshlumjan, Erna Nepke, Demokratieberater*innen im Landkreis Wittenberg


Blick in das Album zur Veranstaltung auf facebook

Bildungs- und Austauschforum gegen Fremdenfeindlichkeit


Internationaler Kindertag - ein Fest der Begegnung in Almsfeld

Als Teil des Projektes „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ (Förderverein der Deutschen aus Russland. Sachsen-Anhalt e.V.) ist Anfang Juni 2016 ein spezielles Projekt in der Gemeinschaftsunterkunft in Almsfeld (Nähe Halberstadt) gestartet.

Die Gemeinschaftsunterkunft ist im Harz in einer ländlichen Region angesiedelt – die Mehrzahl der hier untergebrachten Geflüchteten wird mittelfristig in Deutschland bleiben können. Die Ehrenamtlichen aus dem Förderverein haben als Demokratieberater*innen besondere Kenntnisse zur demokratischen Teilhabe in Deutschland erworben, die sie an die Geflüchteten weitergeben wollen. Gleichzeitig haben sie eine eigene Migrationsgeschichte und Integrationserfahrungen, die sie in das Projekt einbringen wollen. Da sie auch über entsprechende sprachliche Kompetenzen verfügen sind sie gute Erstansprechpartner für Alltags- und Integrationsfragen für die russisch sprechende Asylsuchende aus Tschetschenien.

Über regelmäßige gemeinsame Aktionen in der Gemeinschaftsunterkunft sollen Erstkontakte hergestellt werden und anschließend Interessierte bei dem Integrationsprozess unterstützt und begleitet werden. Dazu gehört, das Erklären von Behördenunterlagen, das Begleiten zu Ämtern aber auch das gemeinsame Entdecken des neuen Lebensumfeldes und der neuen Nachbarschaft.

Die erste Veranstaltung fand am 01.Juni zum Internationalen Kindertag statt. Der Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft, in der zurzeit ca. 250 Asylbewerber untergebracht sind, Thomas Pachmann, organisierte auf eigene Kosten ein Kinderfest. Auf dem grünen Territorium der Unterkunft wurde eine kleine Messe mit Karussells, Kindereisenbahn, Popcorn-und Zuckerwatteständen, Crepesstand, Geflügelfrikadellen - frisch vom Grill - und Getränkeständen aufgebaut – für die Unterkunftsbewohner und Gäste eine große Überraschung. Es herrschte eine fröhliche, unbeschwerte Atmosphäre und trotz gelegentlicher Regengüsse wollte niemand rein gehen. Man wurde umringt von leuchtenden Kinderaugen, Lachen, Musik, sogar getanzt wurde dort.

Und ein hoher Besuch hat auch nicht gefehlt – Frau Dr. Tamara Zieschang, Staatssekretärin im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt hat das Fest besucht und sich selbst ein Bild von der Unterkunft und dem Fest gemacht.

Die Demokratieberater aus Halberstadt und Magdeburg, Vladislav Moltschanov, Olga Tidde und Marina Schewtschenko hatten die Gelegenheit, einige Geschenke, wie Fußbälle, Badmintonsets usw. den Kindern zu überreichen und den ersten Kontakt mit drei russischsprechenden Familien aus Tschetschenien herzustellen.


Die Initiative wurde von den Bewohnern mit viel Freude empfangen: Sie haben über ihre Schicksale erzählt, die Zimmer gezeigt, über ihre Sorgen und Kummer für die Zukunft geredet. Und das ist nur der Anfang – es sind viele Veranstaltungen, wie ein Kochabend, Zoobesuch in Halberstadt, aber auch eine regelmäßige Sprechstunde (14-tägig) für Alltags-und Integrationshilfe geplant.

Mit diesem Projekt möchten die ausgebildeten Demokratieberater vom Förderverein die Asylsuchenden unterstützen, und zeigen, dass sich die Deutschen aus Russland als aktive Partner im demokratischen Diskurs verstehen und beispielsweise über die Demokratieberater*innen ein Angebot zur Vermeidung von fremdenfeindlichen Entwicklungen im Landkreis Harz bieten können.

Blick in das Album der Veranstaltung auf facebook


Danke für das Medienecho zur Unterstützung unserer Demokratieberaterinnen und -berater und ihren Einsatz am 1. Juni in Almsfeld.

 



Wir trafen uns zum nächsten Projektmodul vom 09. bis zum 11. September 2016 in Berlin.

Unser Verein auf dem Forum 2016 des JSDR e. V.

Unter dem Thema "Gemeinsam gegen Vorurteile - JSDR kann mehr" - fand am 14.-16. Oktober 2016 ein Jugendforum des JSDR e.V.  in Köln statt.

Unser Vereinsmitglied und Demokratieberaterin Anna Rausch berichtet gemeinsam mit Julia und Nicolas von dem Demokratiecamp, das wir in diesem Sommer in Schierke organisiert hatten.

 

Es stand unter dem Motto "Helle Köpfe gegen Vorurteile" und war das erste Demokratiecamp seiner Art in Sachsen-Anhalt.

Wie entstehen eigentlich Vorurteile? Was machen wir im Alltag gegen Ausgrenzung? Wie gehen wir mit Vorurteilen in der Jugendarbeit um? - Diese und andere Fragen rund um das Thema Vorurteile haben sich Kinder und Jugendliche mit unterschiedlicher Zuwanderungsgeschichte gestellt. Gemeinsam haben sie Antworten gefunden und beschlossen, von nun an jährlich ein Demokratiecamp durchzuführen.



"Deutsche aus Russland für Vielfalt." - so hieß es am 10. November 2016 in Köthen

Die Veranstaltung in der Jakobskirche in der Hallischestr.15, 06886 Köthen bot allen Interessenten die Möglichkeit, sich über das Projekt: „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ und über das aktuelle Thema „Flüchtlinge“ und „Asylsuchende“ zu informieren und auszutauschen. Zuerst haben Olga Ebert, Olga Tidde und Vladislav Moltschanov das Projekt „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ vorgestellt. Darauf zeigten viele Teilnehmer das Interesse an dem nächsten Projekt teilzunehmen, um in eigenen Vereinen und Struktur aktiv für die Demokratie zu wirken.

Danach gab es neben der Diskussionsrunde und dem Erfahrungsaustausch von unserer Demokratieberaterin Olga Tidde zusammen mit Referentin Irina Smolaninov einen Vortrag unter der Überschrift: „Vorurteile gegen Flüchtlinge. Was sagt die Statistik“. Ziel der Veranstaltung war es, die aktiven Demokratieberater*innen des Fördervereines der Deutschen aus Russland in Sachsen-Anhalt bekannt zu machen und über einen konstruktiven Dialog den massiven Vorurteilen und Rassismen gegenüber Geflüchteten aktiv entgegen zu treten. In einer angeregten Diskussion wurden viele Gedanken zum Thema ausgetauscht.

Ausgehend von den eigenen Integrationserfahrungen der Deutschen aus Russland sollen die aktuellen Herausforderungen im Bereich Flucht und Asyl thematisiert und Ideen für eine gelingende Willkommenskultur entwickelt werden. So wird deutlich, dass die Deutschen aus Russland für Demokratie und Teilhabe wirken. Im Anschluss wurden dann die aktuellen politischen Fragen, wie Wahlen, Analysieren der Parteiprogramme und politische Ereignisse beim Kaffee und Kuchen heiß diskutiert. Vladislav Moltschanov, Demokratieberater und Mitglied des CDU-Kreisvorstandes Harz hat die Diskussion moderiert.

Danke an die Organisatorin Irina Smolaninov aus Köthen.

Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt durch das Bundesprogramm: Demokratie leben! und die Partnerschaft für Demokratie "KREIS DER VIELFALT! Anhalt-Bitterfeld"



Demokratie in Aktion - Wir im Landtag Sachsen-Anhalt

Am 24. November 2016 haben 11 russlanddeutsche DemokratieberaterInnen aus Sachsen-Anhalt auf Einladung des Landtagsabgeordneten aus Region Harz (Halberstadt) Daniel Szarata im Rahmen des Projektes „Ost im Osten. Einwanderer wirken für Demokratie“ den Landtag in Magdeburg besucht. Zuerst wurde eine Führung durch den Landtag gemacht, dann hatten die DemokratieberaterInnen die Möglichkeit die Landtagsitzung mit dazugehörenden Debatten zu beobachten und selbst den Eindruck von der Arbeit der Volksvertreter zu gewinnen.

 

Danach wurde die Gruppe vom Ministerpräsidenten Reiner Haseloff persönlich gegrüßt. Er hat die politische Lage geschildert, über seine Erfahrungen gesprochen und über die aktuelle Lage diskutiert. Alle Anwesenden haben die Gelegenheit genutzt und sowohl alle interessierenden Themen angesprochen als auch viele Fragen gestellt. Die Projektleiterin, Olga Tidde, hat die Situation der Russlanddeutsche geschildert und darauf hingewiesen, dass viele von den Landsleuten eine politische Aufklärung bedürfen, um an dem gesellschaftlichen Leben aktiv partizipieren zu können. Dafür sind es mehrere solcher Projekte erforderlich.

Der Ministerpräsident hat alle Anwesenden ermutigt, sich aktiv an dem gesellschaftlichen und politischen Leben zu beteiligen und bot jegliche Unterstützung an. Die Teilnehmer waren von der Menschlichkeit und Offenheit von Herrn Haseloff begeistert.

Danach ging es mit der Fragestunde weiter. Der Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Halberstadt, Daniel Szarata, beantwortete ebenfalls alle Fragen der Anwesenden. Es wurden folgende Themen angesprochen: Rentenabgleich zwischen Ost und West, Schulbetreuung, Kindergartenplätze, Anerkennung der ausländischen Abschlüsse und viele anderen. Für die DemokratieberaterInnen war dieser Besuch ein Erlebnis der wahren Demokratie und hat sie in ihrer Arbeit sehr motiviert und gestärkt

.

Vielen Dank an Herrn Ministerpräsidenten und an Daniel Szarata für die Unterstützung und eine sehr interessante Begegnung.